Aktuell: Jagd unter Corona-Bestimmungen

Mit Wirkung vom 02.11.2020 ist die 8. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft getreten. Daraus ergeben sich neue Vorgaben für die Jagd. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium teilt folgendes mit:

Einzeljagd & Revierarbeiten

Jagen und Arbeiten im Jagdrevier einschließlich Hochsitzbau etc. sind allein, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens zehn Personen nicht überschritten wird, zulässig.

Bewegungsjagden

Dem Staatsministerium liegen aktuell verschiedene Anfragen zur Durchführung von Bewegungsjagden vor. Dabei wurde auf die Möglichkeiten zu deren Durchführung in anderen Bundesländern hingewiesen. Die Bewegungsjagd ist von den dortigen Verordnungen umfasst, weil Veranstaltungen mit einer festgelegten Personenzahl generell zulässig sind, wenn sie nicht der Freizeit etc. dienen. Eine solche Regelung enthält die bayerische Verordnung nicht, vielmehr besteht ein generelles Veranstaltungsverbot (§ 5). Dem Staatsministerium ist selbstverständlich die hohe Bedeutung der Bewegungsjagd beim Schalenwild bewusst, vor allem vor dem Hintergrund der herannahenden Schweinepest und der Erfüllung der Abschusspläne. Aus diesem Grund stehen wir in intensivem Austausch mit dem Gesundheitsministerium. Wir bitten um Verständnis, dass das noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Bei Bewegungsjagden mit Teilnehmern, für die die Jagdausübung weder zur Berufsausübung gehört noch eine Dienstpflicht darstellt, und bei denen wegen der Terminierung eine abschließende Entscheidung durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nicht abgewartet werden kann, besteht die Möglichkeit, sich an das zuständige Gesundheitsamt zu wenden. Nach § 5 Satz 2 der 8. BayIfSMV kann eine Ausnahmegenehmigung auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Bewegungsjagden mit Teilnehmern, für die die Jagdausübung zur Berufsausübung gehört oder eine Dienstpflicht darstellt, sind unter den aktuellen Hygienevorgaben zulässig (§ 3 Abs. 3 der 8. BayIfSMV).

Jägerprüfung & Jagdausbildung

Die jagdliche Ausbildung und die Jägerprüfung sowie Hundeprüfungen sind unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln weiter möglich.

Hundeprüfung

Hundeprüfungen sind unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln weiter möglich.