Die diesjährige Hegeschau des Jagdschutz- und Jägervereins Dachau (JJV Dachau) bot erneut einen umfassenden Einblick in die Wildbestände des Landkreises Dachau und brachte Jägerinnen und Jäger, Behördenvertreter sowie Fachleute aus der Region zusammen.

Besonders erfreulich war die Teilnahme zahlreicher Ehrengäste aus dem Landratsamt Dachau, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Unteren Jagdbehörde, des Veterinäramts, der Unteren Naturschutzbehörde, des Sachgebiets Öffentliche Sicherheit und Ordnung und der Waldbauernvereinigung. Auch Gäste aus der Politik durften wir begrüßen, die jedes Jahr ihre Verbundenheit zu den Jägerinnen und Jägern zeigen. Ihre Anwesenheit unterstrich die Bedeutung der Hegeschau als fachliche Austauschplattform und als verbindendes Element zwischen Jagd, Seuchenprävention, Naturschutz und Landnutzung.

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war der vollständige Eingang der Streckenlisten, der eine verlässliche Grundlage für die Bewertung der Wildbestände im Landkreis bildet. Daraus lassen sich Trends und Entwicklungen über die Jahre hinweg ableiten. Die Abschusszahlen von Rehwild zeigen eine leicht positive Tendenz, die Schwarzwildstrecke unterliegt starken jährlichen Schwankungen. Bei den Niederwildarten und auch bei den Wildenten sind weiter negative Entwicklungen zu beobachten, die Strecke an Wildgänsen nimmt hingegen zu.

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Im Anschluss folgten mehrere Fachvorträge, die aktuelle Entwicklungen im Jagdwesen beleuchteten.

Herr Dr. Unruh vom Veterinäramt Dachau informierte über das aktuelle Tierseuchengeschehen, insbesondere über die Afrikanische Schweinepest und andere relevante Infektionslagen, die für Revierinhaber im Landkreis Dachau von Bedeutung sind. Darauf folgte ein Vortrag von Hr. Michael Schön der Unteren Jagdbehörde, der die jüngsten Änderungen im Bayerischen Jagdgesetz erläuterte und deren Auswirkungen auf die jagdliche Praxis im Dachauer Land einordnete.

Der Kreisjagdberater gab einen detaillierten Überblick über die Wildentwicklung im Jagdjahr 2025/2026. Dabei standen Rehwild, Schwarzwild und Niederwild im Fokus. Während das Rehwild im Landkreis weiterhin stabile Bestände und teils hervorragende Trophäenqualität zeigt, bleibt das Schwarzwild dynamisch und regional unterschiedlich ausgeprägt. Beim Niederwild wurde erneut deutlich, wie stark Bestände von Lebensraumstrukturen und Prädationsdruck abhängen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Beitrag des Netzwerks Große Beutegreifer, zu dem Herr Günter Schön in einem starken Vortrag über den aktuellen Stand zum Wolf in Oberbayern informierte. Themen wie Monitoring, Präventionsmaßnahmen und die Bedeutung frühzeitiger Meldestrukturen stießen auf großes Interesse.

Die ausgestellten Trophäen aus den Revieren im Dachauer Land boten einen transparenten Überblick über Altersstruktur, Wilddichte und Revierqualität. Sie zeigen alljährlich, dass die Jägerschaft im Landkreis Dachau ihre Aufgaben verantwortungsvoll und waidgerecht wahrnimmt. Neben den fachlichen Inhalten blieb Raum für persönlichen Austausch. Mitglieder, Revierinhaber und Gäste nutzten die Gelegenheit, über Revierpraxis, Wildschadensprävention, Lebensraumgestaltung und jagdpolitische Entwicklungen zu sprechen. Die positive Resonanz bestätigte erneut den hohen Stellenwert der Hegeschau als festen Bestandteil des Vereinslebens im Dachauer Land.

Der Jagdschutz- und Jägerverein Dachau bedankt sich herzlich bei allen Pächterinnen und Pächtern, Jägerinnen und Jägern, den Ehrengästen sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für ihr Engagement und Interesse.