Waldgipfel: DJV fordert wildtierfreundliche Strategie

Anlässlich des „Waldgipfels“ im Bundeslandwirtschaftsministerium fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) mehr Anstrengungen der Forstpolitik für klimastabile Wälder. Über ein Viertel des Waldes besteht auch nach drei Jahrzehnten Forstreform noch aus Nadelholz-Monokulturen. Die Schuld Reh und Hirsch anzulasten und immer höhere Abschusszahlen zu fordern, lehnt DJV-Vizepräsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff ab: „Waldumbau mit dem Gewehr funktioniert nicht. Wildtiere sind nicht der Sündenbock für Sparwut in Behörden.“

Jäger seien wichtige Partner auf Augenhöhe von Förstern und Waldbesitzern, wenn es um den Schutz von Jungpflanzen gehe, so Dr. Wellershoff. Das gelte insbesondere für die Schadflächen, die jetzt aufgeforstet werden müssten. In einem umfangreichen Frage-Antwort-Papier positioniert sich der DJV zum Thema Waldumbau – bei Interesse können Sie das PDF hier downloaden.

Auch in der Social-Media-Kampagne #waldbaumitwaidblick widmet sich der DJV aktuellen Fragen: Wie gelingt der Waldumbau zu klimastabilen und artenreichen Wäldern? Wie können Jäger und Förster besser zusammenarbeiten? Und wie gelingt ein Wildtiermanagement, das die jagdlichen Prinzipien Tierschutz und Ethik nicht über Bord wirft? Im obigen DJV-Video kommt die junge Forstwirtschaftlerin Fee Christiane Brauwers zu Wort.