Staupe bei Füchsen – eine Gefahr für den Hund

Im Landkreis Dachau kommt es in letzter Zeit immer wieder vor, dass tote Füchse gefunden oder auffällige Füchse beobachtet werden. Grund hierfür könnte die Staupe sein, so Dr. Ernst-Ulrich Wittmann, Vorsitzender des Jagdschutz- und Jägerverein Dachau (JJVD).

„Infizierte Tiere können die für Staupe typischen Symptome zeigen, wie Husten, Nasenausfluss, Erbrechen, Durchfall oder Schwäche. Füchse reagieren nicht selten wie bei einer Tollwuterkrankung,“ sagt Dr. Claudia Gangl, Referentin für Wildkrankheiten und Tierschutz beim Bayerischen Jagdverband. „Sie haben Lähmungserscheinungen oder Krämpfe und verlieren die Scheu vor dem Menschen. Neben Füchsen sind vor allem Hunde aber auch andere Fleischfresser wie Marder, Waschbären oder Frettchen gefährdet. Die Ausscheidung des Erregers erfolgt über sämtliche Sekrete.“

Eine mögliche Ursache für die Ausbreitung der Staupe aber auch anderer Krankheiten wie der Räude beispielsweise – da sind sich die Fachleute einig – liegt auch am starken Anstieg der Fuchspopulation. Durch die Bekämpfung der Tollwut in den letzten Jahrzehnten konnten sich die Füchse stark vermehren.

Das Staupevirus ist eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen. Dennoch ist die Virusinfektion ungefährlich für den Menschen. Hundehalter aber sollten vorsichtig sein, warnt Dr. Ernst-Ulrich Wittmann: „An den geschwächten, verendeten Füchsen können sich Haushunde infizieren. Deshalb meine Bitte: Fassen Sie die toten Tiere nicht an, sondern wenden Sie sich an Ihren Jäger vor Ort. Für Hunde gibt es seit vielen Jahren wirksame Impfstoffe. Besonders wichtig ist die Grundimmunisierung von Welpen aber auch den Impfschutz von älteren Hunden müssen Sie regelmäßig erneuern.“

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