JJVD warnt vor Waldbrandgefahr

„Der Waldboden ist jetzt im Frühjahr noch vielerorts von dürrem Laub, Nadelstreu oder strohtrockenem Altgras bedeckt. Die langanhaltende Trockenheit und der ständige Wind machen diese Pflanzenreste sozusagen zu Brandbeschleunigern“ warnt Dr. Ernst-Ulrich Wittmann, 1. Vorsitzender des JJVD. „Der kleinste Funke genügt, und die trockene Streu brennt lichterloh.“ Deshalb bittet Dr. Ernst-Ulrich Wittmann, jetzt bei Waldspaziergängen besonders achtsam zu sein und möglichst nicht zu rauchen. Weggeworfene Zigarettenkippen können schnell zur unkontrollierbaren Katastrophe führen.

Nicht nur Zigaretten sind gefährlich. Gefahr droht zum Beispiel auch von weggeworfenen Glasflaschen. Bei starker Sonneneinstrahlung wird die Flasche zum Brennglas, die den Waldboden entzündet. Ebenso gefährlich ist ein heißer Katalysator, wenn das Auto auf trockenem Gras abgestellt wird. Auch die Funken eines vorbeifahrenden Zuges können die trockenen Böschungen entlang der Gleise in Brand setzen. Offenes Feuer und Grillen in Feld und Wald verbietet sich bei so viel Trockenheit und Wind von selbst.

Zur Frage, ob das Wild unter der Trockenheit Durst leidet, antwortet Dr. Ernst-Ulrich Wittmann: „Nein, hier kann ich entwarnen, jetzt treiben überall die jungen saftigen Pflanzen aus. Die liefern genug Feuchtigkeit für unsere Wildtiere.“ Bei Tieren hängt der Bedarf an Flüssigkeit – wie beim Menschen auch – von der Umgebungstemperatur, von der Zusammensetzung der Nahrung und von der Aktivität ab. Den Großteil ihres Bedarfs können sie über das frische Grünfutter und über den anfallenden Tau decken. Ein ausgewachsener Feldhase braucht z.B. etwa einen Viertelliter Wasser pro Tag.

Auch die Vogelwelt kommt derzeit noch gut zurecht. Die Vögel in Feld und Wald decken ihren Bedarf an den vorhandenen Wasserstellen, wie Weiher, Flüsse, Bäche oder auch tiefe Fahrspuren, in denen sich das Wasser gesammelt hat. Die Trockenheit sorgt dafür, dass es viele Insekten gibt. Die wiederum sind gerade jetzt im Frühjahr eine wichtige Nahrungsquelle für viele Vogelarten – vor allem für die Jungvögel – und liefern zusätzlich Flüssigkeit für die Piepmätze