Afrikanische Schweinepest – eine Stellungnahme

Seit dem ersten Auftreten der Afrikanischen Schweinepest 2017 in Tschechien hat sich die Viruserkrankung sowohl in Haustierbeständen als auch in Wildschweinbeständen kontinuierlich ausgebreitet. Insbesondere die sprunghafte Verbreitung über Ländergrenzen hinweg (zuletzt in Belgien) legt nahe, dass bei der Übertragung nicht nur die Infektion zwischen Wildtieren, sondern auch der Mensch eine bedeutende Rolle spielt. Dass die Seuche auch nach Deutschland eingeschleppt wird, ist deshalb wohl nur eine Frage der Zeit.

Die Wildschweinpopulation hat über die letzten dreißig Jahre in Deutschland und auch in Bayern überproportional zugenommen. Ursachen sind neben warmen Wintern auch ein reiches Futterangebot in Form von intensivem Mais- und Rapsanbau in der Flur.

Die Jägerschaft begegnet diesem Zuwachs mit großem Einsatz: Die Abschusszahlen in Bayern sind in den letzten dreißig Jahren von unter 20.000 auf aktuell rund 70.000 Sauen pro Jahr angewachsen.

Um den Forderungen aus Gesellschaft und Politik im Zusammenhang mit der wachsenden Bedrohungslage durch die ASP gerecht werden zu können, benötigt die Jägerschaft Unterstützung.

Unsere Forderungen:

  • Einrichtung von Konfiskat-Sammelstellen
  • Keine Gebühren für die Verkehrssicherungspflicht bei Drückjagden
  • Keine Hundesteuer für Jagdgebrauchshunde
  • Bejagungsschneisen bei der Anbauplanung von Mais und Raps
  • Aufklärungsoffensive, um die Einschleppung infizierter Lebensmittel zu verhindern

Angesichts der Seuchengefahr ist es unerlässlich, dass die Interessengruppen von Landwirtschaft, Politik, Behörden und Jagd zusammenarbeiten und sich ergänzen, statt sich einen „Schwarzen Peter“ hin und her zu schieben und damit ihre Energie zu vergeuden.

Weitere Informationen zur Früherkennung der ASP und zu geeigneten Maßnahmen finden Sie unter https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/

Bildnachweis Titelbild „Wildschweinspur“: Angela Gaa / piclease

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